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Der Naturschutz

In der Natur - für die Natur

Dies war der Leitsatz unseres Naturschutzwartes Werner Hertig in seinem Jahresbericht 2015.

Oft beginnt der Wandel im Kleinen: Eine Heide wächst zu, eine Wiese wird umgebrochen, eine Baumwiese Bauplatz, ein Feuchtgebiet trocknet aus, ein Rein wird Acker, Tiere verlieren ihren Lebensraum durch Zerstückelung der Landschaft. Manchmal beginnt das auf einem Stück Papier, einem Plan. Vieles passiert unwissentlich und schleichend. Nur der, der sich mit offenem Herz und Auge in der Natur bewegt, bemerkt die ersten Anzeichen einer Veränderung.

Das ist eine Aufgabenstellung. Eine andere ist die tätige Einsatz in gefährdeten Lebensräumen als Naturschutzwart, um zu bewahren, was uns lieb und teuer ist.

Die Naturschutzarbeit konzentriert sich auf Themenbereiche wie:

Die Naturschutzwarte der Ortsgruppen sind ehrenamtlich tätig, deswegen ist auch ein enger Kontakt mit den Behörden wichtig, um in Fragen von Naturschutzgebieten bzw. Naturdenkmälern, Feuchtbiotopen und der Naturschutzarbeit zusammen zu arbeiten.

Der Schwäbische Albverein ist seit 1994 anerkannte Naturschutzvereinigung nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Die Flatterulme ist der Baum des Jahres 2019

Ihren Namen hat die Flatterulme von ihren buschigen Blüten, die im Wind flattern, erhalten. Sie kommt vor allem in Auwäldern vor und kommt mit bis zu 100-tägigen Überschwemmungsphasen zurecht. Bis zu 35 m kann sie hoch werden und hat mächtige Brettwurzeln. Anpassung an diese besonderen Bodenverhältnisse sind ihre markanten Brettwurzeln. Als einzige heimische Baumart kann sie solche Wurzeln, wie sie die Urwaldriesen in tropischen Regenwäldern besitzen, ausbilden. In Deutschland kommt sie im südlichen Oberrheingraben und Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern vor.

 

Die Feldlerche ist der Vogel des Jahres 2019

Die Feldlerche (Alauda arvensis) wurde nach 1998 in diesem Jahr erneut vom Naturschutzbund (Nabu) zum Vogel des Jahres ausgerufen. Mit ihrem Gesang läutet sie jedes Jahr den Frühling ein. Doch hört man ihren Gesang nur noch sehr selten.

Ein Drittel der Lerchen sind in den letzten 25 Jahren verschwunden und die Bestände sinken weiter. In Deutschland wird der Bestand auf 1,6 bis 2,7 Millionen Paare geschätzt. Dennoch ist die Feldlerche als gefährdet eingestuft. Vor allem die intensivierte Landwirtschaft, aber auch die Versiegelung der Landschaft und der zunehmende Einsatz von Umweltchemikalien bedingen den dramatischen Bestandsrückgang.

Die Feldlerche stellt keine großen Ansprüche und ist sehr flexibel. Je nach geografischer Verbreitung ist sie Standvogel bis Kurzstreckenzieher. In Gebieten ohne länger liegende Scheedecke, wie in Westeuropa und den britischen Inseln, bleibt sie ganzjährig. Bedingt durch die Jahreszeiten stellt sie ihre Ernährung um.
Im Winter ernährt sich die Feldlerche vor allem von Pflanzenteilen und Samen. Im Frühling stellt sie ihre Nahrung auf tierische Kost um, vor allem Insekten und deren Larven, sowie Regenwürmer und kleine Schnecken stehen auf dem Speiseplan und sind während der Brutsaison überlebenswichtig für die Aufzucht der Jungen.

Weil Brachflächen selten sind und im Herbst meist gleich wieder ausgesät wird, fehlen Getreidestoppelfelder und sich selbst begründende Flächen, auf denen die Feldlerche in der kalten Jahreszeit Nahrung findet. Das Insektensterben, verursacht durch massiven Pestizideinsatz, bedingt, dass die Feldlerche selbst im Frühjahr und Sommer nicht immer ausreichend Nahrung findet. Die Feldlerche bevorzugt offene ebene Landschaften oder sanfte Hügellandschaften. Als Bodenbrüterin benötigt sie eine trockene und ebene Fläche mit niedriger Vegetation. Das Weibchen scharrt eine bis zu sieben Zentimeter tiefe Mulde, die es mit Wurzeln und Halmen auspolstet. Das Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern. Die jungen Feldlerchen brauchen nur einen Monat vom Schlüpfen bis zur Selbständigkeit.

Zum Schutz der Feldlerchen kann eine Erweiterung des ökologischen Landbaus im Sinne des Naturschutzes beitragen, wie beispielsweise der Verzicht auf Umweltchemikalien sowie die Einführung von ökologischen Ausgleichsflächen. Die Erhaltung extensiv genutzter Weiden und Äcker, Brachflächen, besonders aber der verbliebenen Heidegebiete ist ebenfalls essentiell für den Schutz dieser Art. Außerdem müssen Aufforstungen von nährstoffarmen Flächen und städtebauliche Zersiedlung reduziert werden. Lerchenfenster können einen Beitrag zum Erhalt der Feldlerchenpopulation leisten.

Lust auf Natur(schutz)?

Es sind die persönliche Erlebnisse, die zählen! Die Begegnungen mit einem Tier, das Auffinden einer schönen oder seltenen Pflanze, ein erlebnisreicher Weg, ein gesuchter Stein, ein geliebte Landschaft. Von jeder Wanderung bringen wir besondere Eindrücke mit. Sie machen uns froh und dankbar, dass wir solches erleben dürfen. Gerne möchten wir auch unsere Mitmenschen daran teilhaben lassen, und das möglichst alles so bleibt, dafür setzen wir uns ein.
Naturschutzwarte sind immer einen Schritt näher an der Natur, Sie sehen, verstehen und erleben mehr. Auch Sie werden Ihre Freude daran haben !

 

Schlaue Natur: Wie Tiere der kalten Jahreszeit trotzen

Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre:
Naturschutzwart Werner Hertig erklärt die Unterschiede:

Die Kühle Jahreszeit ist da, der erste Nachtfrost kündigt den Winter an. Während wir Menschen uns in gut isolierte Wohnungen zurückziehen und die Heizung aufdrehen
können, müssen Tiere andere Strategien nutzen, um bei Frost und Nahrungsknappheit
zu überleben.
Ob Störche, Stare oder Schwalben – frühzeitig, befor die Tage und Nächte Frostig werden,, spannen Zugvögel ihre Fügel auf und fliegen in Richtung Süden in wärmere
Gefilde. Die meisten Tierarten jedoch bleiben hier und müssen dem Winter trotzen.
Füchse, Rotwild und Wildschweine ihren dichten, wärmenden Winterpelz. Auch manche Vögel wie Amseln, Maisen bleiben uns den Winter über treu und suchen Futter. Aber wo sind die Kleinen hin, die im Sommer lebhaft umherkrabbeln oder
fliegen? Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche verstecken sich unter Laub,
in Holz - oder Mauerritzen, Spalten und Erdgängen oder graben sich in Schlamm ein. Doch ein Unterschlupf genügt nicht: Da Amphibien im Unterschied zu Säuge-
tieren zu den wechselwarmen Arten gehören, passen sie sich an die Umgebungs-
temperatur an“.
Typisches Verhalten bei kühlem Wetter: Das Tier bewegt sich in Zeitlupe.“ Bei
zunehmender Kälte suchen sich Amphibien eine frostsichere Stelle, die sie vor Fressfeinden schützt, und fallen in Winterstarre. Die Vorteile: Durch den stark verlangamten Stoffwechsel wird Energie eingespart. Darum benötigen diese Lebewesen im Winter keine Nahrung. Erst wenn die Temperaturen steigen, werden
sie wieder agil.
Insekten und Spinnnentiere, die ebenfalls wechselwarm sind, benötigen keine
Grundwärme. Sie überstehen harte Frostperioden. Insekten lassen sich buchstäblich
einfrieren. Um zu überleben, wurden sie von der Natur nützlich ausgestattet: Vor dem
Beginndes Winters lagern Insekten im Körpersaft Zuckerverbindungen ein, die wie ein Frostschutzmittel wirken. Marienkäfer, Schmetterlinge und andere Insekten
überdauern den Wineter in aller Entwicklungsstadien – vom Ei über Larve zur Puppe bis hin zum fertigen Insekt. Oft heißt es, dass ein milder Winter oder häufige Temperaturschwankungen eine Insektenflut im Frühjahr zur Folge habe. Doch das
Gegenteil ist der Fall: Ein harter Winter, der kontinuierlich verläuft, ist für wechselwarme Arten viel günstiger.
Bei den Säugetiere gibt es jene, die Winterruhe, und solche die Winterschlaf halten.
Winterschlaf halten beispielsweise Fledermäuse, Siebenschläfer, Murmetiere und
Igel. Sobald die Temperaturen dauerhaft abgesunken sind, zieht sich der Igel unter einen Laubhaufen zurück und verlässt seine Igelburg erst wieder im nächsten Frühling. Hierzu senken die Tiere ihre Körpertemperatur und sämtliche Körper-
funktionen stark ab. Der stachelige Zaungast regelt seinen Energiebedarf im Winterschlaf auf bis zu ein Prozent herunter. So kann er trotz Kälte monatelang
überleben.
Artgenossen wie Eichhörnchen und Dachse halten lediglich Winteruhe und senken
ihre Körpertemperatur kaum ab. Mit ihrem Winterfell und Fettreserven haben auch
sie eine Strategie entwickelt, lange Kältephasen zu überstehen.
Fledermäuse leiden unter Wohnungsnot, daher sollte man ungenutzte Gebäude als
Schutzraum für die gefährdeten Flugsäugetiere überlassen. So beziehen sie im Winter
gern Dachböden von Kirchen, alten Bunker oder Höhlen.
Ein anderes possierliches Tierchen bekommt leider so gut wie nie zu Gesicht: den Siebenschläfer. Er schläft monatelang und führt ansonsten ein nachtaktives,
heimliches Leben.


Was können wir tun, um den Tieren die entbehrungsreiche Zeit zu erleichtern ?

Am hilfreichsten ist ein naturnaher Garten mit ein bisschen Unordnung. Ein Laub-
oder Reisighaufen gibt ein wunderbare Igel-Ecke ab. Über abgefallene Blätter und
Zweige freuen sich auch Marienkäfer, Kröte und Co. Die Laubschicht wirkt isoliernd.
Der Boden ist oft bei frostigen Außentemperaturen noch weich und friert erst bei lang
anhaltenden Frostperioden durch. Manche Wildbienen oder Ohrwürmer nehmen
aufgestellte Insektenhotels an.

Hummeln starten in den Frühling

Sonne und mildere Tagestemperaturen locken bereits die ersten Hummeln Königinnen aus dem Boden. ( Überwinterung meistens in Mäuse Löcher ) Es sind die ersten aktiven Wildbienen des Jahres, bis Mitte April müssen sie ihre Nester gebaut haben , um darin viele Hunderte Eier abzulegen. Es gibt in Deutschland ca. 40 Arten, die meisten sind stark bedroht, vor allem durch den Verlust an Blühpflanzen. Am weitesten ist jedoch die Dunkle Erdhummel sowie die Garten- und Stein-auch Baumhummeln verbreitet. Nach dem Verlassen des Winterquartiers könnten die Königinnen dank ihrer Honigblase im Körperinneren die ersten Februartage überleben, dann brauchen sie schnell Nektar und Pollen von Krokussen, Schneeglöckchen und Weidekätzchen. Eine Hummel kann am Tag bis zu tausende Blüten Besuchen.

 

Über Managementpläne des Regierungspräsidiums Tübingen und dem Land Baden Württemberg
von den Managementplan über die Natura 2000
Alpenvorland zwischen Mössingen und Reutlingen

Natur und Landschaft

Ziele des Naturschutzes sind die Sicherung der biologischen Vielfalt, die Erhaltung der Leistung-und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie die Bewahrung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft. Die LUBW (Landesanstalt für Umwelt BW) erarbeitet die hierfür notwendigen Grundlagen und stellt die Ergebnisse den Fachverwaltungen, den politischen Entscheidungsträgern sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung.Regelmäßige Untersuchungen der Pflanzen- und Tierwelt und ihrer Lebensräume sowie der Landschaftsentwicklung ermöglichen der LUBW, frühzeitig Veränderungen festzustellen, diese zu bewerten und soweit erforderlich, geeignete Maßnahmen abzuleiten. Zu den Aufgaben der LUBW gehören die Erarbeitung landesweiter Naturschutzkonzepte und – Programme auch in Hinblick auf die Entwicklung der Landschaft, die Mitarbeit am europäischen Schutzgebiet Natura 2000 sowie die Beratung von Politik und Verwaltung.

Arten schützen

Um dem anhaltenden Schwund von Arten und Lebensräumen entgegenzuwirken, gibt es im Land Baden-Württemberg verschiedene Programme und Konzepte.
Eine zentrale Rolle im Bemühen, die biologische Vielfalt zu sichern, kommt dem Artenschutzprogramm zu. Mit diesem Programm wird "erste Hilfe" für vom Aussterben bedrohte und hochgradig gefährdete Tiere – und Pflanzenart, sowie solche Arten, für die das Land eine besondere Verantwortung hat, geleistet. Mit Konzeptionen und gezielten Pflegemaßnahmen, z. B. Im Rahmen des Artenschutzprogramms Baden-Württemberg oder des Programms "Aktiv für die Biologische Vielfalt", werden starke Arten geschützt und gefördert.Auch in Flurneuordnungsverfahren spielt die Zielartenkonzept zur Berücksichtigung von tierökologischen Belangen als Planungswerkzeug eine wichtige Rolle.
Die europäische FFH (Fauna-Flora-Habitat) Richtlinie bildet zusammen mit der EU-Vogelschutzrichtlinie die Grundlage für das Europäische Schutzgebietsnetz ,,Natura 2000“. Die Umsetzung dieser EU-Richtlinien kann als Rückgrat des Natur- und Artenschutz bezeichnet werden.

FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurden und dem Schutz
von Pflanzen (Flora),Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten) dienen.

Artenschutz

Die Artenvielfalt auf unserem Planet ist beeindruckend. Doch wie viele Arten tatsächlich auf der Erde leben vermag niemand genau zu sagen. Bis jetzt kennen wir weltweit etwa 2 Millionen Arten, die tatsächliche Artenzahl wird allerdings weit höher geschätzt – von 3 bis über 110 Millionen Arten reicht die Spanne der Schätzwerte. Unstrittig hingegen ist , dass immer mehr Arten in ihrer Existenz gefährdet sind – weltweit genauso wie direkt vor unserer Haustür. Mag auch das Aussterben einzelner Arten genauso ein natürlicher Prozess sein wie die Entstehung neuer, so ist das Ausmaß des Artenrückgangs zwischenzeitlich dramatisch und muss auf anthropogene Ursachen zurückgeführt werden. Dies spiegelt sich auch in den Roten Listen der gefährdeten Tier und Pflanzenarten Baden-Württembergs wider.

Um den am stärksten bedrohten Arten eine Überlebenschance zu ermöglichen und die Artenvielfalt für künftige Generationen zu erhalten, hat das Land Baden-Württemberg die Erstellung eines Arten- und Biotopschutzprogramms im Naturschutzgesetz verankert.

Eine zentrale Rolle im Bemühen , die biologische Vielfalt zu sichern, kommt dem gesetzlichen Artenschutz zu. Neben dem allgemeinen Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen werden im Bundesnaturschutzgesetz auch besonders geschützte und streng geschützte Arten definiert. Listen der in Baden-Württemberg vorkommenden Geschützten Arten stellt die LUBW zur Verfügung.

Auf europäischer Ebene spielen die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie die Vogelschutz-Richtlinie eine wichtige Rolle zur Erhaltung der Artenvielfalt. Die Umsetzung der arten-relevanten Teile dieser Richtlinien bilden einen weiteren Schwerpunkt des Artenschutzes an der LUBW.

 

Oktober 2018

Beobachtung des Naturschutzwartes

Kein Wald gleicht dem anderen: Sommergrüne Eichen und Buchenwälder, Nadel-und Auenwälder haben einen sehr unterschiedlichen Charakter. Das Wort ,,Wald,, leitet sich aus dem urgermanischen Wort ,,Waldus,, ab und bedeutet im übertragenen Sinne ,,Wildnis,, Der Wald ist dabei mehr als nur eine Ansammlung von Bäume! Zu ihm gehören auch viele Pflanzen und wilde Tiere.

Die Schönheit unsere heimischen Landschaften ist aber nicht nur die Flora und Fauna der Wälder, sondern auch durch vom Menschen bearbeitete Wiesen und Felder entscheidend geprägt. Forstwirtschafte Nutzung sowie Ackerbau und Viezucht haben immer wieder für Veränderungen im Landschaftsbild gesorgt. Alle diese Landschaften sind wunderschöne Lebensräume für faszinierende Wildtiere.
Obwohl unser Land dicht besiedelt ist , hat der Natur und Umweltschutz Erfolgsgeschichten geschrieben: Seeadler stehen nicht mehr auf der Roten Liste der vom bedrohten Arten, immer mehr Kraniche kommen zum Überwintern nach Deutschland und sogar der Wolf lebt heute wieder in unseren Wäldern. Trotzdem gibt es nach wie vor Proleme: Dazu gehören die Zerschneidung der Landschaften durch Verkehrswege. Ein Beispiel dafür ist der Fischotter. Er ist zwar in unsere Flüsse zurückgekehrt, doch leider bleibt er immer häufiger als Verkehrsopfer auf der Strecke. Auch die Landwirtschaft spielt eine Rolle. Je einseitiger die Flächennutzung ist, je stärker gedüngt wird, desto weniger Lebensraum bleibt für die Wildtiere übrig.

Die Menschen in unserem Land haben seit jeher eine enge Beziehung zur Natur und den heimischen Wildtieren. Doch leider hat das Interesse und Wissen in den letzten Jahren abgenommen. Viele Kinder können heute mehr Handy-Klingeltöne unterscheiden als Vogelstimmen, und Sie halten den Eisbär ,,Knut,, für ein Kuscheltier. Auch das Bild, das Erwachsene von der Natur haben, ist nicht selten verzerrt. Heimische Wildtiere sind heute vielen Menschen unbekannt. Unser Leben spielt sich vermehrt in vier Wänden ab und oftmals wird in exotischen Länder dem Heimaturlaub vorgezogen. So ist auch das Wissen über Natur bei vielen eher dürftig.

Direkte Erlebnisse und Erfahrungen mit der Natur wirken diesen Wissenserosion entgegen. Doch dazu lädt der Schwäbische Albverein seine Mitglieder und Gäste immer wieder zu Exkursionen und Wanderungen ein, um ihnen die Schönheit unserer heimischen Landschaften wieder nahezubringen.

Wer weiß heute noch, wie erdig der Waldboden nach einem Gewitterregen duftet und wie schön Blumenwiesen sind? Wer einen Feldhasen draußen gesehen hat, vergisst nie wieder, dass seine Ohren viel länger sind als die des Kanichens. Auch Rothirsche und Rehe lassen sich leichter unterscheiden, wenn mann sie einmal erlebt hat.

Gerne möchten wir auch unsere Mitmenschen daran teilhaben lassen, und das
möglich alles so bleibt, dafür setzen wir uns ein.


Euer Naturschutzwart
Werner Hertig

 

Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Pliezhausen
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GeschäftsstelleSAVOP@albverein.de
Autor:
Werner Hertig