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Der Naturschutz

In der Natur - für die Natur

Dies ist der Leitsatz unseres Naturschutzwartes Werner Hertig in seinem Jahresbericht 2015.

Oft beginnt der Wandel im Kleinen: Eine Heide wächst zu, eine Wiese wird umgebrochen, eine Baumwiese Bauplatz, ein Feuchtgebiet trocknet aus, ein Rein wird Acker, Tiere verlieren ihren Lebensraum durch Zerstückelung der Landschaft. Manchmal beginnt das auf einem Stück Papier, einem Plan. Vieles passiert unwissentlich und schleichend. Nur der, der sich mit offenem Herz und Auge in der Natur bewegt, bemerkt die ersten Anzeichen einer Veränderung.

Das ist eine Aufgabenstellung. Eine andere ist die tätige Einsatz in gefährdeten Lebensräumen als Naturschutzwart, um zu bewahren, was uns lieb und teuer ist.

Die Naturschutzarbeit konzentriert sich auf Themenbereiche wie:

Die Naturschutzwarte der Ortsgruppen sind ehrenamtlich tätig, deswegen ist auch ein enger Kontakt mit den Behörden wichtig, um in Fragen von Naturschutzgebieten bzw. Naturdenkmälern, Feuchtbiotopen und der Naturschutzarbeit zusammen zu arbeiten.

Der Schwäbische Albverein ist seit 1994 anerkannte Naturschutzvereinigung nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Baum des Jahres 2016 ist die Winterlinde

Die Winterlinde ist in Deutschland beliebtester Park- und Straßenbaum. Sie wird auch kleinblättrige Linde genannt, hat eine herzförmige Krone, bei der die Spitze nach oben zeigt. Der Baum mit seinen 25 m Höhe kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Die Winterlinde blüht auch später als die Sommerlinde, doch damit lockt sie im Spätsommer viele Hummeln an.

Stieglitz - Vogel des Jahres 2016Vogel des Jahres 2016 ist der Stieglitz

Der Stieglitz - bei uns auch bekannt als Distelfink - steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäumen. Bunte Landschaften mit ausreichender Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitz in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Auch Randstreifen mit Blumen und Wildkräutern an Feldern und Wegen werden immer weniger und artenarmer. Im Siedlungsraum verschwinden wildblumenreiche Brachflächen, öffentliches und privates Grün wird zu intensiv gepflegt.

Es gibt Möglichkeiten, den Lebensraum des farbenfrohen Finken zu erhalten, schon kleine unbelassene Ecken in Gärten, an Sport-und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Straßenränder trügen dazu bei. Wegen seiner Farbenpracht und Sangeskunst war der Stieglitz lange Zeit ein beliebter Käfigvogel.


Nun hoffe ich, das ich Euer Interesse geweckt hab.

Lust auf Natur(schutz)?

Es sind die persönliche Erlebnisse, die zählen! Die Begegnungen mit einem Tier, das Auffinden einer schönen oder seltenen Pflanze, ein erlebnisreicher Weg, ein gesuchter Stein, ein geliebte Landschaft. Von jeder Wanderung bringen wir besondere Eindrücke mit. Sie machen uns froh und dankbar, dass wir solches erleben dürfen. Gerne möchten wir auch unsere Mitmenschen daran teilhaben lassen, und das möglichst alles so bleibt, dafür setzen wir uns ein.
Naturschutzwarte sind immer einen Schritt näher an der Natur, Sie sehen, verstehen und erleben mehr. Auch Sie werden Ihre Freude daran haben !

 

Schlaue Natur: Wie Tiere der kalten Jahreszeit trotzen

Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre:
Naturschutzwart Werner Hertig erklärt die Unterschiede:

Die Kühle Jahreszeit ist da, der erste Nachtfrost kündigt den Winter an. Während wir Menschen uns in gut isolierte Wohnungen zurückziehen und die Heizung aufdrehen
können, müssen Tiere andere Strategien nutzen, um bei Frost und Nahrungsknappheit
zu überleben.
Ob Störche, Stare oder Schwalben – frühzeitig, befor die Tage und Nächte Frostig werden,, spannen Zugvögel ihre Fügel auf und fliegen in Richtung Süden in wärmere
Gefilde. Die meisten Tierarten jedoch bleiben hier und müssen dem Winter trotzen.
Füchse, Rotwild und Wildschweine ihren dichten, wärmenden Winterpelz. Auch manche Vögel wie Amseln, Maisen bleiben uns den Winter über treu und suchen Futter. Aber wo sind die Kleinen hin, die im Sommer lebhaft umherkrabbeln oder
fliegen? Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche verstecken sich unter Laub,
in Holz - oder Mauerritzen, Spalten und Erdgängen oder graben sich in Schlamm ein. Doch ein Unterschlupf genügt nicht: Da Amphibien im Unterschied zu Säuge-
tieren zu den wechselwarmen Arten gehören, passen sie sich an die Umgebungs-
temperatur an“.
Typisches Verhalten bei kühlem Wetter: Das Tier bewegt sich in Zeitlupe.“ Bei
zunehmender Kälte suchen sich Amphibien eine frostsichere Stelle, die sie vor Fressfeinden schützt, und fallen in Winterstarre. Die Vorteile: Durch den stark verlangamten Stoffwechsel wird Energie eingespart. Darum benötigen diese Lebewesen im Winter keine Nahrung. Erst wenn die Temperaturen steigen, werden
sie wieder agil.
Insekten und Spinnnentiere, die ebenfalls wechselwarm sind, benötigen keine
Grundwärme. Sie überstehen harte Frostperioden. Insekten lassen sich buchstäblich
einfrieren. Um zu überleben, wurden sie von der Natur nützlich ausgestattet: Vor dem
Beginndes Winters lagern Insekten im Körpersaft Zuckerverbindungen ein, die wie ein Frostschutzmittel wirken. Marienkäfer, Schmetterlinge und andere Insekten
überdauern den Wineter in aller Entwicklungsstadien – vom Ei über Larve zur Puppe bis hin zum fertigen Insekt. Oft heißt es, dass ein milder Winter oder häufige Temperaturschwankungen eine Insektenflut im Frühjahr zur Folge habe. Doch das
Gegenteil ist der Fall: Ein harter Winter, der kontinuierlich verläuft, ist für wechselwarme Arten viel günstiger.
Bei den Säugetiere gibt es jene, die Winterruhe, und solche die Winterschlaf halten.
Winterschlaf halten beispielsweise Fledermäuse, Siebenschläfer, Murmetiere und
Igel. Sobald die Temperaturen dauerhaft abgesunken sind, zieht sich der Igel unter einen Laubhaufen zurück und verlässt seine Igelburg erst wieder im nächsten Frühling. Hierzu senken die Tiere ihre Körpertemperatur und sämtliche Körper-
funktionen stark ab. Der stachelige Zaungast regelt seinen Energiebedarf im Winterschlaf auf bis zu ein Prozent herunter. So kann er trotz Kälte monatelang
überleben.
Artgenossen wie Eichhörnchen und Dachse halten lediglich Winteruhe und senken
ihre Körpertemperatur kaum ab. Mit ihrem Winterfell und Fettreserven haben auch
sie eine Strategie entwickelt, lange Kältephasen zu überstehen.
Fledermäuse leiden unter Wohnungsnot, daher sollte man ungenutzte Gebäude als
Schutzraum für die gefährdeten Flugsäugetiere überlassen. So beziehen sie im Winter
gern Dachböden von Kirchen, alten Bunker oder Höhlen.
Ein anderes possierliches Tierchen bekommt leider so gut wie nie zu Gesicht: den Siebenschläfer. Er schläft monatelang und führt ansonsten ein nachtaktives,
heimliches Leben.


Was können wir tun, um den Tieren die entbehrungsreiche Zeit zu erleichtern ?

Am hilfreichsten ist ein naturnaher Garten mit ein bisschen Unordnung. Ein Laub-
oder Reisighaufen gibt ein wunderbare Igel-Ecke ab. Über abgefallene Blätter und
Zweige freuen sich auch Marienkäfer, Kröte und Co. Die Laubschicht wirkt isoliernd.
Der Boden ist oft bei frostigen Außentemperaturen noch weich und friert erst bei lang
anhaltenden Frostperioden durch. Manche Wildbienen oder Ohrwürmer nehmen
aufgestellte Insektenhotels an.


Euer Naturschutzwart
Werner Hertig

 

Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Pliezhausen
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GeschäftsstelleSAVOP@albverein.de
Autor:
Werner Hertig